„Südtirol Classic“ – eine Oldtimer Rallye der besonderen Art

Vom 06. bis zum 13. Juli 2014 fand in Südtirol das „Südtirol Classic“ statt. Mit mehr als 120 angemeldeten Fahrzeugen ist es eines der größten seiner Art. Im Jahr zuvor haben wir die Anmeldefrist leider verpasst, doch dieses Jahr hat es endlich geklappt. Markus, Simon, Tobias und ich sind gemeinsam nach Südtirol gefahren.

oldtimer rally

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Anreise und Ankunft

Markus fährt einen Fiat Balilla, Baujahr 1936. Diesen hatte er relativ günstig in Spanien gekauft. Bereits auf dem Weg nach Italien zogen wir die Blicke der Leute auf uns. Über den Brenner ging es nach Sterzing, über den Jaufenpass ins Passeiertal und schließlich nach Schenna. Kurz nach unserer Ankunft fotografierte ich bereits die ersten Autos. Die schönsten Modelle waren ein Morgan Three Wheeler Super Sports (Baujahr 1934), ein Jaguar SS100 (Baujahr 1936), ein himmelblauer Delahaye 135 Competition (Baujahr 1936) und natürlich der Fiat von Markus.

Da die Anmeldegebühren relativ hoch waren, beschlossen wir an lediglich drei Rennen teilzunehmen. Wir hatten für jedes Rennen zwei Personen angemeldet und obwohl die Dolomitenrundfahrt bestimmt klasse gewesen wäre, entschied ich mich dennoch für die Fahrt ins Ultental.

Auf die Plätze, fertig, los!

Am Vorabend nahm ich bereits erste Einstellungen an meiner Nikon D600 vor und überprüfte nochmal meine Objektive. Ich wollte einfach sicher gehen, dass alles funktioniert, schließlich nimmt man nicht jeden Tag an einer Oldtimer-Rallye teil. Während Simon und Tobias an diesem Tag mit dem Zug nach Bozen fuhren, ging es für mich und Markus ins Ultental. Bereits eine Stunde vor dem Start fotografierte ich sämtliche Fahrzeuge. Von Schenna ging es Richtung Meran, weiter nach Lana und schließlich ins Ultental.

St. Pankraz

Obwohl eigentlich kein Zwischenstopp eingeplant war, bat ich Markus in St. Pankraz anzuhalten. Ich fand das kleine Dörfchen und die Landschaft einfach schön. Da das Rennen nicht am Dorfzentrum vorbeiführte, wurden wir von den Einheimischen freundlich empfangen. Diese hatten uns sogar ein Schnäpschen angeboten, welches wir allerdings dankend ablehnten.

Kuppelwies

Am Stausee bei Kuppelwies hielten wir ein weiteres Mal an. Die anderen Fahrzeuge waren uns schon um mindestens zwanzig Minuten voraus, doch das machte uns nichts aus. Viel gab es in Kuppelwies allerdings nicht – ein Hotel, ein Restaurant und einige Häuser, die Landschaft hatte jedoch etwas Magisches an sich.

Ultner Urlärchen

Kurz vor St. Gertraud hielten wir ein drittes Mal an – dieser Stopp war geplant. Nach einem Glas Sekt gingen wir zu den Urlärchen – riesige Bäume, die in etwa 850 Jahre alt sind. Auch hier wurde wieder fotografiert was das Zeug hält – alte Holzhäuser, arbeitende Bauern und grasende Kühe.

St. Gertraud

Nach weiteren zwanzig Minuten kamen wir in St. Gertraud an. Im Hotel Arenstein wurde zu Mittag gegessen – ein sehr köstliches Fünf-Gänge-Menü. Während sich Markus bereits einen Kurzen gönnte und sich mit den Teilnehmern unterhielt, knippste ich einige Fotos. Nach ungefähr zwei Stunden ging es schließlich zurück nach Schenna.

Abschlussfeier

Am Sonntag wurden beim Frühsoppen die Sieger bekannt gegeben – Markus hatte es leider nicht geschafft. Zu traditioneller Musik wurde getanzt, gesungen und ausgiebig gefeiert. Es war eine wirklich schöne Erfahrung und ich hoffe, dass ich auch in den kommenden Jahren mit den Jungs daran teilnehmen kann.

84. Internationaler Genfer Auto-Salon

In diesem März fand in Genf zum 84. Mal der Genfer Auto-Salon statt. Auf der internationalen Veranstaltung präsentieren verschiedene Autohersteller ihre Neuheiten. Mein langjähriger Freund Markus hatte mir zu meinem Geburstag ein Ticket geschenkt und gemeinsam fuhren wir nach Genf.

Über 900 Autos wurden in diesem Jahr ausgestellt. Es fanden zahlreiche Konferenzen und Pressemitteilungen statt. Da ich die Messe nicht zum ersten Mal besuchte, wusste ich, dass bestimmt wieder zigtausende Menschen vor Ort sein würden. Als großer Autofan wollte ich unbedingt die neuen Technologien und die aktuellsten Modelle der großen Autohersteller kennenlernen. Natürlich nahm ich meine Kamera wieder mit – dieses mal hatte ich mich für meine Canon eos 70D entschieden.

Klein aber fein

Natürlich waren es wieder die großen Modelle, welche die Massen anzogen. Ich wollte mich allerdings den kleinen Autos widmen. Vor allem der Renault Twingo hat meine Aufmerksamkeit erregt. Dieser basiert auf der gleichen Plattform wie der Smart und ist eine Zusammenarbeit von Renault und Daimler – er ähnelt sehr dem Fiat Cinquecento. Auch Mini präsentierte sein neues Modell, das Clubman Concept. Mit einer Länge von 3,82 Metern ist das Fahrzeug um 26 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Das neue Modell des Citroën C1 konnte mich auch überzeugen.

Die beliebtesten Neuheiten

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Weitere Neuheiten, wie beispielsweise der Mercedes S-Klasse Coupé und die neue Generation des Audi TT waren besonders beliebt. Ein Highlight unter vielen anderen war der Ferrari California T. Mit 560 PS beschleunigt der California T in 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Der Preis des Ferraris wurde allerdings noch nicht genannt. Doch auch weitere italienische Autohersteller konnten überzeugen, zum Beispiel Lamborghini.

Der neue Huracan schafft unglaubliche 325 km/h, hat 610 PS und beschleunigt in 3,2 Sekunden von 0 auf 100. Auch der Preis des Lamborghinis wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben. Neben diesen zwei Giganten präsentierte McLaren seinen neuen 650S. Wie der Name schon sagt, hat er 650 PS und ist wahrscheinlich der PS-König des diesjährigen Genfer Auto-Salons. Er soll 235.000 Euro kosten.

„Car of the year“

Die Wahl zum Auto des Jahres ist der Höhepunkt des Genfer Auto-Salons. In diesem Jahr stellte der Peugeot 308 seine sechs Konkurrenten, den BMW i3, den Citroën C4 Picasso, den Mazda 3, den Mercedes S-Klasse, den Skoda Octavia sowie den Tesla Model S, in den Schatten. Die Jury bestand aus 58 Automobiljournalisten aus über 20 Ländern. Winfried Vahland von Skoda, Mazda-Chef Masamichi Kogai, Frédéric Banzet von Citroën und Peugeot-Boss Maxime Picat fieberten bis zum Ende des Ergebnisses mit.

Abgestimmt wird namentlich, so sind Manipulationen ausgeschlossen. „Car of the year“ durfte sich in diesem Jahr der neue Peugeot nennen. Er siegte mit 307 Punkten, gefolgt von BMW (223 Punkte), Tesla (216), Citroën (182), Mazda (180), Skoda (172) und Mercedes (170). Der Peugeot 308 ist kompakt, geräumig, handlich und übersichtlich. Meiner Meinung nach ist das Auto ein absolut perfekter Allrounder und hat verdient gewonnen.

Fazit: Im Vergleich zum Vorjahr waren in diesem Jahr relativ wenig Leute nach Genf gekommen. Das machte mir allerdings nichts aus. So konnte ich bessere Bilder knipsen. Ich denke, ich werde auch im nächsten Jahr wieder in die Schweiz fahren und den Genfer Auto-Salon besuchen.

Oldtimer Fotoshoot in Stuttgart

Schon seit Jahren bin ich beruflich in ganz Europa unterwegs und fotografiere Autos, Motorräder und vor allem Oldtimer. Im Februar dieses Jahres hatte mich ein Rockabilly Magazin für ein Fotoshooting in Stuttgart gebucht. Auf einem kleinen Festplatz sammelten sich Fans der fünfziger Jahre. Oldtimer, Tattoos und Pin-up Girls durften dabei natürlich nicht fehlen.

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Bereits einen Tag vor dem Fotoshoot fuhr ich mit Simon nach Stuttgart. Bei unserer Ankunft wurden wir von meinem Auftraggeber in Empfang genommen. Anschließend gingen wir bei einem gemeinsamen Mittagessen nochmals alle Details durch. Am darauffolgenden Morgen frühstückten wir mit dem Organisator des Festivals und fuhren gegen 7:30 Uhr zum Festivalgelände. Um 11:00 Uhr wurden bereits die ersten Besucher erwartet. Gut, dass ich bereits am Vorabend einige Einstellungen an meiner Nikon vorgenommen hatte, denn es war zeitlich ein wenig knapp.

Die Models

Begleitet wurde ich von Nadja und Tatjana – zwei äußerst attraktive junge Damen. Sie trugen beide typische Kleider der fünfziger Jahre und hatten einen Ponytail. Nadja kannte ich bereits, wir hatten uns im letzten Jahr auf einer anderen Oldtimer-Show kennengelernt. Beide waren beinahe volltätowiert. Ich halte ja nichts von Tattoos, allerdings ist das in dieser Szene so üblich – Totenköpfe, 8-Balls und Spielwürfel zierten ihre Körper.

Schmuckstücke der fünfziger Jahre

Sowohl Simon, als auch meine Wenigkeit staunten nicht schlecht, als wir die ersten Autos zu Gesicht bekamen. Gleich zu Beginn fielen uns die ganzen Cadillacs auf. Die vom amerikanischen Hersteller GM produzierten Autos sind sehr beliebt. Die ersten Fotos schoss ich in der Nähe der Tribüne – ein zweitüriger Cadillac Cabriolet. Den Mädels musste ich nicht viel erklären, sie wussten genau wie sie das Auto am besten präsentieren. Simon waren die Autos in der Zwischenzeit völlig gleichgültig – sein Interesse galt voll und ganz Nadja und Tatjana.

Weiter ging es mit einem aufgemotzten Hotrod. Dieses Auto ist sehr beliebt in der Rockabilly-Szene. Auch ein silberner Porsche 365, ein Borgward Lloyd und viele weitere Autos, Motorräder und Trucks der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre durfte ich fotografieren. Mit Nadja und Tatjana im Hintergrund, sind mir einige tolle Bilder gelungen und mein Auftraggeber war sehr zufrieden mit den Bildern.

Das Festival

Kurz vor 11:00 Uhr waren wir mit den Shootings fertig und die ersten Festivalbesucher betraten das Gelände. Zu toller Musik von Elvis Presley, Bill Haley, Little Richard und Jerry Lee Lewis wurde getanzt und getrunken. Ich war wirklich sehr beeindruckt als ich die talentierten jungen Tänzer sah. Ich nutzte die Gelegenheit, um weitere Fotos zu schießen. Auch für ausreichend Essen wurde gesorgt – es gab köstliche Pancakes und Burger.

Highlight des Events war die Wahl zur Pin-up Girl Königin – Simon freute sich darauf am meisten. Wie nicht anders zu erwarten, waren Nadja und Tatjana im Finale. Die Gewinnerin war am Ende allerdings Nadja, welche sich auf der Bühne sogar bei mir für den Fotoshoot bedankte. Gemeinsam mit Nadja, Tatjana und den Organisatoren des Festivals feierten wir bis spät in die Nacht. Spontan beschlossen Simon und ich, einen weiteren Tag in Stuttgart zu bleiben und erst am darauffolgenden Montag die Heimreise anzutreten.